Mitgliederversammlung und Exkursion 2024

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie – auch im Namen des Vorstandes – fristgerecht und sehr herzlich nach Rom zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein.

Freitag, 4. Oktober 2024

Die Versammlung findet in diesem Jahr am Freitag den 4. Oktober 2024 um 16:30 Uhr wieder an gewohnter Stelle statt, im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104).

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet der Freundeskreis im Anschluss an die
Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag an, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Sollten Sie an dem Vortrag in Präsenz teilnehmen können bzw. ihn im „Livestream“ verfolgen wollen, möchte ich Sie höflich bitten, sich in beiden Fällen hier anzumelden:
https://event.dhi-roma.it/participant/create/f4ba11d6-7678-48ad-9a3c-ef3efa4a4fed.

18:00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag „Humboldt in Rom und ein Kranz in Tegel“ von
Prof. Dr. Klaus Hallof (Berlin)
Die Jahre Wilhelm von Humboldts (1767–1835) in Rom 1802 bis 1808 waren für ihn persönlich besonders wichtig und besonders tragisch: tragisch durch den Tod seiner Söhne Wilhelm (1803) und Gustav (1807), über den er nie hinwegkam; und wichtig durch die Rezeption einer „als edler und erhabener angesehenen Vergangenheit“, der Antike, die er später für sich, für Preußen, für die Wissenschaft und die Akademien in nachhaltigster Weise fruchtbar zu machen verstand. Den Spuren dieser römischen Jahre soll nachgegangen werden in dem Schloss Humboldts in Tegel bei Berlin, von dem der alte Fontane sagt, dass unter den märkischen Schlössern nur dieses jenen Geist beherberge, der, „gleich weit entfernt von Orthodoxie wie von Frivolität, sich inmitten der klassischen Antike langsam, aber sicher auszubilden pflegt, und lächelnd über die Kämpfe und Befehdungen beider Extreme, das Diesseits genießt und auf das rätselvolle Jenseits hofft“. Und wo auf Humboldts Schreibtisch ein Marmorkranz mit einer griechischen Inschrift Veranlassung gibt, darüber nachzudenken, was sein Romaufenthalt und die Inschrifteneditionen der deutschen Akademien miteinander zu tun haben.

Samstag 5. Oktober 2024
Exkursion: Das Stadtviertel Testaccio mit dem Cimitero Acattolico (mit den Grabdenkmälern der beiden Humboldt-Söhne). Treffpunkt: um 14:30 Uhr in oder vor der Bar al Buongustaio (https://www.facebook.com/albuongustaioroma) in Sichtweite der Cestius-Pyramide.
Testaccio – der antike Müllberg Roms, der sich inzwischen in ein aufregendes Stadtviertel gewandelt hat: Gut zweitausend Jahre Geschichte erwarten die Besucher – von berühmten Verstorbenen auf dem Cimitero Acattolico, dem römischen Friedhof für alle Nicht-Katholiken, auf dem nicht nur der Sohn Goethes, Antonio Gramsci, die beiden romantischen Dichter Keats und Shelley und viele andere spannende Persönlichkeiten, von denen wir einige „besuchen“ werden, begraben sind, sondern auf dem auch zwei der Humboldt-Söhne ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Friedhof ist eine wundervolle Ruheinsel mitten in dem noch zu entdeckenden quirligen Stadtteil, der über die ganz realen antiken Scherbenreste der Amphoren hinaus auch moderne Kunst mit Street-Art und viele Kunst-Events bietet. Der Rundgang bietet unerwartete Einblicke in einige durchaus gegensätzliche Elemente dieses spannenden, jungen und interessanten Viertel Roms, wo auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt.
Die Exkursion wird freundlicherweise von unserem in Rom als Historikerin und Archäologin lebenden und arbeitenden Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs (https://www.romentdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) organisiert und geleitet.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen wie immer gerne zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen
eine gute Anreise und freue mich auf unser Wiedersehen in Rom.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Eberhard Nikitsch

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