Mitgliederversammlung und Exkursion 2026

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie – auch im Namen des Vorstandes – fristgerecht und wie immer sehr
herzlich nach Rom zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein. Wie bereits per E-Mail vom 28. Juni angekündigt, findet die Versammlung in diesem Jahr am Freitag den 09. Oktober 2026 um 16:30 Uhr an gewohnter Stelle statt, im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104).

Freitag 09. Oktober
16:30 Uhr: Mitgliederversammlung im DHI

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet der Freundeskreis im Anschluss an die
Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag mit anschließendem
Empfang an, wozu Sie herzlich eingeladen sind.

Flyer Abendvortrag

18:00 Uhr:
Öffentlicher Abendvortrag von Clemens M. M. Bayer, Bonn/Lüttich:

„Rom in Aachen“ – Zu den vielfältigen Zeugnissen der karolingischen Rom-Rezeption im Zentrum des fränkischen Reichs (Flyer anbei) Aachen wurde als römische Planstadt um 10 v. Chr. bei schon zuvor bekannten Thermalquellen gegründet. Auf diese Quellen und auf die zu ihrer Nutzung erbauten Bäder bezieht sich das Toponym „Aquae (Grani)“, aus dem sich „Aachen“ entwickelt hat. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts erhielt der Ortskern eine starke Befestigung, das „Castrum“. Bis heute bestimmt das römische Straßennetz die Struktur der Innenstadt, aufgehendes Mauerwerk des Castrums, der Badeanlagen und teilweise sogar der römischen Wohnbebauung wurde bis ins 12. Jahrhundert (!) genutzt. In diesem römisch bestimmten architektonisch-urbanen Rahmen errichteten Karl der Große (✝814) und seine Nachfolger neue anspruchsvolle Großbauten wie vor allem die Marienkirche (die angebliche „Pfalzkapelle“) und den großen Königssaal. Für mehr als ein halbes Jahrhundert war Aachen dann das wichtigste politische Zentrum des westlichen Europas, Hauptschauplatz der „Karolingischen Erneuerung“, die eine weitgehende Umgestaltung der kulturellen, intellektuellen und administrativen Gegebenheiten mit sich brachte. Die Ottonen wandten sich im 10. und 11. Jahrhundert erneut der römisch-karolingischen Hinterlassenschaft in Aachen zu; Otto III. (✝1002) ließ durch Papst Gregor V. im Jahr 997 an der Marienkirche 14 Kardinalate einrichten (die bis zum Ende des Ancien Régime Bestand hatten). Der Vortrag stellt mit besonderer Rücksicht auf die verschiedenartigen römischen Aspekte die Geschichte Aachens bis ins 11. Jahrhundert dar und präsentiert die wichtigsten Artefakte, die als römische Spolien nach Aachen kamen oder dort nach römischen Vorbildern geschaffen wurden.


Sollten Sie an dem Vortrag in Präsenz teilnehmen können bzw. ihn im „Livestream“ verfolgen wollen, möchte ich Sie höflich bitten, sich in beiden Fällen hier
anzumelden:
https://event.dhi-roma.it/participant/create/b8e3c195-fadc-4f33-a219-1d20e441fb55.

Samstag 10. Oktober
Exkursion: Das Hospital Santo Spirito in Sassia, Treffpunkt: 15:00 Uhr, Bushaltestelle
Tiberseite (Lungotevere in Sassia, 1)

Ziel der Exkursion ist das in unmittelbarer Nähe des Vatikans gelegene Hospital Santo Spirito in Sassia, eines der ältesten Hospize in Rom. Es war eines der größten mittelalterlichen Krankenhäuser und eine bedeutende Forschungseinrichtung für die medizinischen Wissenschaften und die Pharmazie der frühen Neuzeit. Das Hospital gilt als eines der ältesten Krankenhäuser Europas und wurde zur Unterstützung der Armen, Kranken und ausgesetzten Säuglinge errichtet, wie das „Rad der Ausgesetzten“ noch heute vor dem Gebäude bezeugt. Der monumentale Komplex, der im Laufe der Jahrhunderte restauriert und erweitert wurde, besteht aus der gleichnamigen Kirche „Santo Spirito in Sassia“ mit einem Campanile aus der frühen Renaissance, dem „Conservatorio delle Zitelle“, dem „Palazzo del Commendatore“, der „Corsia Sistiana“, einem unter Papst Sixtus IV. errichteten Krankenhaussaal, der „Sala Alessandrina“, in der heute das „Museo Storico dell’Arte Sanitaria“ untergebracht ist, sowie aus mehreren Kreuzgängen, Brunnen und kleineren Nebengebäuden. Neben dem uns offiziell beigegebenen Führer wird uns (wie gewohnt) unser Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs als lizenzierte römische guida fachkundig begleiten, unterstützt von Dr. Andreas Rehberg vom DHI, dem zweifellos besten Kenner der Geschichte des Hospitals.
Da wir für die Besichtigung der verschiedenen historischen Bereiche des Hospitals im Voraus unter Angabe der Anzahl und der Namen der Teilnehmer einen „time-slot“ buchen (und bezahlen) müssen, möchte ich diejenigen, die im Oktober zur Mitgliederversammlung nach Rom kommen und an der Exkursion teilnehmen wollen, noch einmal herzlich bitten, mir dies möglichst bald mitzuteilen (sofern dies noch nicht geschehen ist).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Eberhard Nikitsch

Mitgliederversammlung und Exkursion 2025

Am Freitag den 10. Oktober 2025 um 16:30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch im Deutschen Historischen Institut in Rom (DHI) die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung des Freundeskreises. Wie schon in den letzten beiden Jahren fand der vom Freundeskreis im Anschluss an die Mitgliederversammlung organisierte, wie immer öffentlich ausgerichtete Abendvortrag im kleinen Vortragsraum der Musikwissenschaftlichen Abteilung statt, der allerdings vor kurzem aufwendig restauriert worden war. Diejenigen Zuhörer, die dort keinen Platz mehr gefunden hatten, konnten den Vortrag per „livestream“ in Raum 104 des DHI (und weltweit) verfolgen.

Gegen 18:00 Uhr begrüßten Prof. Dr. Petra Terhoeven als Direktorin des DHI und Herr Nikitsch als Vorsitzender des Freundeskreises ein volles Haus mit weit über siebzig erschienenen Gästen zum Abendvortrag darunter die studentischen Teilnehmer des diesjährigen Romkurses. Prof. Dr. Sebastian Scholz (Universität Zürich) entführte die Zuhörer mit dem publikumswirksamen Titel : „Die Leichensynode im Jahr 897 gegen Papst Formosus. Ein toter Papst auf der Anklagebank und die Folgen“ mit der ihm eigenen Dynamik ins vermeintlich „Finstere Mittelalter“ und ließ anhand zeitgenössischer Quellen die Ursachen und Wirkungen dieses schon damals aufsehenerregenden Schauprozesses Revue passieren. Der Vortrag löste einen langanhaltenden Beifall aus und führte zu einer unerwartet ausgiebigen Diskussion, an der sich erfreulicherweise nicht nur die anwesenden, sondern auch die zugeschalteten Teilnehmer beteiligten. Ein üppiges Buffet im Foyer des Instituts bot weitere Gelegenheit zur Diskussion und bildete den angemessenen Abschluss dieser schönen Veranstaltung.

Am folgenden Tag trafen sich die Mitglieder des Freundeskreises in Begleitung des Referenten und einiger Gäste bei herrlich spätsommerlichem Wetter am Obelisken der Laterans-Basilika auf der Piazza di San Giovanni in Laterano. Die von unserem Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) wie gewohnt perfekt organisierte Exkursion führte uns zunächst in die weitläufigen archäologischen Ausgrabungen unter die Lateransbasilika. Aufgrund einer von den vatikanischen Behörden erteilten Sondererlaubnis waren wir als Gruppe allein und unsere engagierte Führerin ließ an diesem ganz besonderen Ort wesentliche Aspekte der Geschichte Roms und des damit verbundenen frühen Christentums Revue an uns vorüberziehen. Dass die zu Unrecht ein wenig im Schatten des Petersdoms stehende Lateransbasilika, die als „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt Rom und des Erdkreises“ über 1000 Jahre lang der Hauptsitz der christlichen Kirche war, letztlich auch über einem römischen Wohnhaus erbaut wurde, zeigten u. a. die noch sichtbaren, sehr beeindruckenden Wandmalereien. Das zugehörige, unter Kaiser Konstantin erbaute und später veränderte Baptisterium, das älteste Taufhaus der Christenheit, beeindruckte nicht nur durch seine grandiose Architektur, sondern erfreulicherweise auch durch zwei aktuelle, nach einander durchgeführte Taufzeremonien.

Der anschließende Besuch der „Scala Sancta“ mit der mittelalterlichen päpstlichen Privatkapelle „Sancta Sanctorum“, in der ehemals die Reliquiare mit den Häuptern von Petrus und Paulus aufbewahrt wurden und wo heute noch eine Malerei des thronenden Christus aus dem 5. Jh. zu sehen ist, bildete nur einen der Höhepunkte der diesjährigen Exkursion, die mit dem abschließenden Besuch der Lateransbasilika selbst ihren würdigen Abschluss fand. Angemessen beendet wurde der lange nachwirkende Ausflug jedoch mit einem ausgiebigen gemeinsamen Abendessen in einer benachbarten Osteria.

Mitgliederversammlung und Exkursion 2025

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie – auch im Namen des Vorstandes – fristgerecht und wie immer sehr herzlich nach Rom zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein. Wie bereits angekündigt, findet die Versammlung in diesem Jahr am Freitag den 10. Oktober 2025 um 16:30 Uhr wieder an gewohnter Stelle statt, im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104).

Freitag 10. Oktober

16:30 Uhr: Mitgliederversammlung im DHI

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet der Freundeskreis im Anschluss an die Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag mit anschließendem Empfang an, wozu Sie herzlich eingeladen sind.

Sollten Sie (auch mit Gästen) an dem Vortrag in Präsenz teilnehmen können bzw. ihn im „Livestream“ verfolgen wollen, möchte ich Sie höflich bitten, sich in beiden Fällen hier anzumelden: https://dhi-roma.it/index.php?id=vortraege&L=0.

18:00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Sebastian Scholz, Universität Zürich: „Die Leichensynode im Jahr 897 gegen Papst Formosus. Ein toter Papst auf der Anklagebank und die Folgen“.

Samstag 11. Oktober

Flyer

Im Jahr 891 wurde Formosus Papst, nachdem er vorher Bischof von Porto gewesen war. Die Rechtmäßigkeit seiner Papstwürde wurde zu Lebzeiten nicht bestritten. Doch ein Jahr nach seinem Tod 896 ließ sein Nachfolger Papst Stephan VI. die Leiche des Formosus aus dem Grab nehmen und inszenierte auf einer Synode in Rom 897 eine Gerichtssitzung gegen den Verstorbenen. Die Leiche des Formosus wurde in päpstliche Gewänder gehüllt, ein Diakon musste sie verteidigen. Formosus wurde angeklagt, gegen kirchliches Recht vom Bischofssitz Porto auf den römischen Bischofssitz gewechselt zu sein. Deshalb sei er niemals legitimer Papst gewesen. Alle seine Amtshandlungen wurden für ungültig erklärt, die Leiche verstümmelt und in den Tiber geworfen. Die „Leichensynode“ rief bei den Zeitgenossen Entsetzen hervor und führte zu einer hochpolitischen Debatte über die rechtmäßige Papsterhebung des Formosus, die unter anderem auch mit Inschriften geführt wurde. Der Vortrag wird den Prozess gegen Formosus und seine Hintergründe darlegen und einordnen.

Exkursion: Bekannter unbekannter Lateran |Treffpunkt: 15:00 Uhr, Obelisk Piazza di San Giovanni in Laterano

Die Exkursion wird freundlicherweise von unserem in Rom als Historikerin und Archäologin lebenden und arbeitenden Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) organisiert und geleitet. Sie schreibt:

„Unsere diesjährige Exkursion führt uns – angelehnt an den päpstlichen Jahresvortrag – zu den Ursprüngen des Christentums in Rom. Der Lateran, das Haupt und die Mutter aller Kirchen, war für mehr als 1000 Jahre der Hauptsitz der katholischen Kirche. Bis heute ist es die Bischofskirche von Rom, und zu dem Komplex gehört das älteste Taufhaus Europas sowie ein wichtiges Pilgerziel, die „scala santa“, die Heilige Stiege. Unsere Tour, die voraussichtlich noch einige zusätzliche spezielle Einblicke bieten wird, führt uns an den Ort, wo dereinst Kaiser Konstantin dem Christentum den Weg ebnete, der keine siebzig Jahre später in der Erklärung zur Staatsreligion mündete.“

Bericht Mitgliederversammlung und Exkursion Rom 2024

Am Freitag den 4. Oktober 2024 um 16:30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch im Deutschen Historischen Institut in Rom die jährliche – und auch in diesem Jahr erfreulicherweise wieder sehr gut besuchte – Mitgliederversammlung des Freundeskreises. Wie schon in den letzten beiden Jahren musste der vom Freundeskreis im Anschluss an die Mitgliederversammlung organisierte, wie immer öffentlich ausgerichtete Abendvortrag aus bautechnischen Gründen in den kleinen Vortragsraum der Musikwissenschaftlichen Abteilung ausweichen. Für diejenigen Gäste, die dort keinen Platz mehr gefunden hatten, konnte der Vortrag per „livestream“ in Raum 104 des DHI (und weltweit) verfolgt werden.

Gegen 18:00 Uhr begrüßten Prof. Dr. Alexander Koller (in Vertretung der neuen Direktorin Frau Prof. Dr. Petra Terhoeven) und Herr Nikitsch als Vorsitzender des Freundeskreises die weit über siebzig erschienenen Zuhörenden darunter die studentischen Teilnehmenden des diesjährigen Romkurses zum Abendvortrag, der von Prof. Dr. Klaus Hallof (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) über das auf den ersten Blick etwas mysteriöse Thema „Humboldt in Rom und ein Kranz in Tegel“ gehalten wurde. Von der Wiesbadener Kabarettistin Corinna Freudig (https://www.corinna-freudig.de) mit einer geistreich gereimten Hommage an das ehemalige Humboldt-Schloß Tegel und seine Bewohner eingeleitet, entzündete der Referent um die Person Wilhelm von Humboldts (17671835) und seiner Familie ein wahres Feuerwerk an biographischen Begebenheiten, zeithistorischen Bezügen und Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts, das die Zuhörer in seinen Bann zog und keine Sekunde langweilte. Den Spuren Humboldts und seiner Familie in Berlin und Rom in den Jahren 18021808 folgend, entfaltete er u. a. am Beispiel des mit einer griechischen Inschrift versehenen Marmorkranzes, den Humboldt auf seinem Berliner Schreibtisch liegen hatte, die Verdienste Humboldts um die großen Editionsunternehmen der damaligen Preußischen Akademie der Wissenschaften, auch um das Editionsunternehmen „Inscriptiones Graecae, als deren wissenschaftlicher Leiter Herr Hallof jahrzehntelang fungierte. Der Vortrag löste einen ausgesprochen langen und intensiven Beifall aus. Ein reichhaltiges Buffet im Foyer des Instituts bildete den angemessenen Abschluss dieses noch lange nachwirkenden Abends.

Am nächsten Tag traf sich der Freundeskreis samt einigen Gästen bei zunächst ungewohnt regnerischem Wetter (und zudem etwas behindert durch eine unangekündigte Demonstration) bei dennoch bester Stimmung in Sichtweite der Cestius-Pyramide zur Führung durch den „Cimitero Acattolico“, den römischen Friedhof für die Nicht-Katholiken. Die Verbindung zum Vortrag vom Vortag ergab sich dadurch, dass dieser außergewöhnliche Friedhof letztlich dem Protestanten und damaligen preußischen Gesandten Wilhelm von Humboldt zu verdanken ist, dem es Anfang des 19. Jahrhunderts durch eine päpstliche Erlaubnis erstmals gestattet wurde, seine beiden in Rom verstorbenen Söhne dort christlich zu begraben. Diese und viele andere Aspekte dieser „wundervollen Ruheinsel“ vermittelte unsere Führerin und Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) in gewohnter Souveränität und mit kenntnisreicher Liebe zum archäologischen, kunsthistorischen und historischen Detail. Zudem bietet das quirlige Stadtviertel Testaccio (der antike Scherbenhügel Roms) nicht nur den Acattolico, sondern auch die ganz realen antiken Scherbenreste der Amphoren, sozialen Wohnungsbau des 19. Jahrhunderts (auf italienische Weise) sowie moderne Kunst in Form von Street-Art. Dass neben allem anderen auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt, davon konnten sich die Teilnehmenden beim obligatorischen aperitivo überzeugen, der als Grundlage zu einem stimmungsvollen Abendessen in einer kleinen Osteria diente.

Mitgliederversammlung und Exkursion 2024

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie – auch im Namen des Vorstandes – fristgerecht und sehr herzlich nach Rom zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein.

Freitag, 4. Oktober 2024

Die Versammlung findet in diesem Jahr am Freitag den 4. Oktober 2024 um 16:30 Uhr wieder an gewohnter Stelle statt, im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104).

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet der Freundeskreis im Anschluss an die
Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag an, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Sollten Sie an dem Vortrag in Präsenz teilnehmen können bzw. ihn im „Livestream“ verfolgen wollen, möchte ich Sie höflich bitten, sich in beiden Fällen hier anzumelden:
https://event.dhi-roma.it/participant/create/f4ba11d6-7678-48ad-9a3c-ef3efa4a4fed.

18:00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag „Humboldt in Rom und ein Kranz in Tegel“ von
Prof. Dr. Klaus Hallof (Berlin)
Die Jahre Wilhelm von Humboldts (1767–1835) in Rom 1802 bis 1808 waren für ihn persönlich besonders wichtig und besonders tragisch: tragisch durch den Tod seiner Söhne Wilhelm (1803) und Gustav (1807), über den er nie hinwegkam; und wichtig durch die Rezeption einer „als edler und erhabener angesehenen Vergangenheit“, der Antike, die er später für sich, für Preußen, für die Wissenschaft und die Akademien in nachhaltigster Weise fruchtbar zu machen verstand. Den Spuren dieser römischen Jahre soll nachgegangen werden in dem Schloss Humboldts in Tegel bei Berlin, von dem der alte Fontane sagt, dass unter den märkischen Schlössern nur dieses jenen Geist beherberge, der, „gleich weit entfernt von Orthodoxie wie von Frivolität, sich inmitten der klassischen Antike langsam, aber sicher auszubilden pflegt, und lächelnd über die Kämpfe und Befehdungen beider Extreme, das Diesseits genießt und auf das rätselvolle Jenseits hofft“. Und wo auf Humboldts Schreibtisch ein Marmorkranz mit einer griechischen Inschrift Veranlassung gibt, darüber nachzudenken, was sein Romaufenthalt und die Inschrifteneditionen der deutschen Akademien miteinander zu tun haben.

Samstag 5. Oktober 2024
Exkursion: Das Stadtviertel Testaccio mit dem Cimitero Acattolico (mit den Grabdenkmälern der beiden Humboldt-Söhne). Treffpunkt: um 14:30 Uhr in oder vor der Bar al Buongustaio (https://www.facebook.com/albuongustaioroma) in Sichtweite der Cestius-Pyramide.
Testaccio – der antike Müllberg Roms, der sich inzwischen in ein aufregendes Stadtviertel gewandelt hat: Gut zweitausend Jahre Geschichte erwarten die Besucher – von berühmten Verstorbenen auf dem Cimitero Acattolico, dem römischen Friedhof für alle Nicht-Katholiken, auf dem nicht nur der Sohn Goethes, Antonio Gramsci, die beiden romantischen Dichter Keats und Shelley und viele andere spannende Persönlichkeiten, von denen wir einige „besuchen“ werden, begraben sind, sondern auf dem auch zwei der Humboldt-Söhne ihre letzte Ruhe gefunden haben. Der Friedhof ist eine wundervolle Ruheinsel mitten in dem noch zu entdeckenden quirligen Stadtteil, der über die ganz realen antiken Scherbenreste der Amphoren hinaus auch moderne Kunst mit Street-Art und viele Kunst-Events bietet. Der Rundgang bietet unerwartete Einblicke in einige durchaus gegensätzliche Elemente dieses spannenden, jungen und interessanten Viertel Roms, wo auch das Kulinarische nicht zu kurz kommt.
Die Exkursion wird freundlicherweise von unserem in Rom als Historikerin und Archäologin lebenden und arbeitenden Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs (https://www.romentdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) organisiert und geleitet.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen wie immer gerne zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen
eine gute Anreise und freue mich auf unser Wiedersehen in Rom.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Eberhard Nikitsch

Kurzer Bericht über das außerplanmäßige Treffen des Freundeskreises in Mainz am 10. August 2024

Im Anschluss an die nicht-öffentliche Vorstandssitzung trafen sich weit über 20 Mitglieder des Freundeskreises (die zudem einige sehr interessierte Freunde mitgebracht hatten) um 16 Uhr vor St. Johannis, dem „Alten“ Mainzer Dom. Das von unserem Mitglied Prof. Dr. Christof Dipper (der leider aus persönlichen Gründen kurzfristig seine Teilnahme absagen musste) angeregte Treffen sollte auch dazu dienen, den Mitgliedern, die aus unterschiedlichen Gründen keine Romfahrt unternehmen können, eine Teilhabe am Vereinsgeschehen und an den sich daraus ergebenden Kontakten zu ermöglichen. Der Vorsitzende konnte mit Martin Plum und Wolfgang Weber zwei neue Mitglieder begrüßen und mit Matthias Giger ein aus der Schweiz angereistes Mitglied.

Dr. Guido Faccani, der seit 2016 die wissenschaftliche Leitung der seit 2013 laufenden archäologischen Ausgrabungen in St. Johannis inne hat, gab den Teilnehmern zunächst außen vor der Kirche einen ersten Einblick in die wechselvolle Geschichte dieses so unscheinbar wirkenden Bauwerks, dessen Ursprünge tatsächlich bis in die Römerzeit hinab reichen. Im Inneren der Kirche führte Dr. Faccani an gesicherten Befunden die komplizierte Abfolge der unterschiedlichen mittelalterlichen Bauschichten vor Augen, die die heutige Evangelische Kirche St. Johannis als die erste und älteste Bischofskirche von Mainz mit dem Patrozinium St. Martin ausweisen, und damit als Vorgängerbau des heutigen Mainzer Doms. Seine mit großem Engagement vorgetragenen, mit zahlreichen persönlichen Erlebnissen versehenen Schilderungen gaben den Teilnehmern einen guten Eindruck von den nicht immer konfliktfrei verlaufenden archäologischen Arbeiten. Ein besonderer Höhepunkt der Grabungsarbeiten war natürlich die medienwirksame Öffnung des bis dahin unversehrt gebliebenen Sarkophags des Mainzer Erzbischofs Erkanbald im Juni 2019, die damals europaweit für große Aufmerksamkeit sorgte.

Dieser spektakuläre Ausflug in die Mainzer Vergangenheit fand seinen würdigen Abschluss in einem direkt am Rhein gelegenen Biergarten, der auf angenehmste Weise die von den Mitgliedern gern ergriffene Möglichkeit zum näheren Kennenlernen und zu weiteren Gesprächen bot.

Mitgliederversammlung 2023 und Exkursion

Am Freitag den 7. Oktober um 16:30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wieder im Deutschen Historischen Institut in Rom stattfinden konnte. Aufgrund einer vom Bundesamt für Bauwesen aus Sicherheitsgründen (Erdbebengefahr) bereits 2021 verfügten Schließung des großen Vortragsaals des Instituts musste der vom Freundeskreis im Anschluss an die Mitgliederversammlung organisierte, wie immer öffentlich ausgerichtete Abendvortrag in den kleinen Vortragsraum der Musikwissenschaftlichen Abteilung verlegt werden. Für die zahlreich erschienenen Gäste, darunter nahezu alle studentischen Teilnehmer des diesjährigen Romkurses, die keinen Platz gefunden hatten, konnte der Vortrag per „livestream“ in Raum 104 des DHI übertragen werden. Gegen 18 Uhr begrüßten Prof. Dr. Alexander Koller (in Vertretung des kurzfristig verhinderten Direktors des Instituts) und Herr Nikitsch als Vorsitzender des Freundeskreises die Zuhörer zum Abendvortrag, der von unserem in Rom lebenden und arbeitenden Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) gehalten wurde. Die mit großem Sachverstand strukturierte und mit beeindruckendem Engagement gehaltene Rede bot einen tiefen Einblick in die Umsetzung kulturpolitischer Ziele unter Mussolini seit seinem Machtantritt bis zu seinem Sturz: Gab es eine einheitliche Kulturpolitik, welches waren ihre Institutionen, auf welchen Ideen basierte sie? Wie sollte Kulturpolitik im realen Faschismus aussehen? Der Vortrag löste einen langen, intensiven Beifall aus und die Referentin stand bei der anschließenden Diskussion ausgiebig Rede und Antwort. Ein reichhaltiges Buffet im Foyer des Instituts rundete diesen ausgesprochen schönen Nachmittag und Abend ab.

Der nächte Tag stand bei gewohnt strahlendem Sonnenschein im Zeichen der Exkursion des Freundeskreises in das von Mussolinis Architekten anlässlich der geplanten Weltausstellung 1942 konzipierte und erbaute Stadtviertel EUR (für Esposizione Universale di Roma („Weltausstellung Rom“), das den Kern einer modernen faschistischen Modellstadt bilden sollte. Gemeinsam mit Gästen aus Deutschland und Norwegen genossen die Mitglieder des Freundeskreises die wohldurchdachte Führung, die wiederum von Andrea Hindrichs in gewohnter Souveränität durchgeführt wurde. Vorbei am Museo della Civiltà Romana, am Zentralarchiv des Staates und am Kongreßpalast führte der Weg zum quadratischen Kolosseum (eigentlich Palazzo della Civiltà Italiana = Palast der italienischen Zivilisation) und – nach einem verdienten Aperitif im Cafe Palombini – abschließend zur Kirche St. Peter und Paul, die eigentlich als Begräbnisstätte für Mussolini vorgesehen war.

Mit einem gemeinsamen Abendessen in einer typisch römischen Osteria im Stadtviertel Monti ging auch dieser Tag zu Ende, der den Teilnehmern einen ungewöhnlichen Einblick in ein ganz anderes Rom geboten hatte.

Mitgliederversammlung und Exkursion 2022

Am Freitag den 7. Oktober um 16.00 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises des Deutschen Historischen Instituts (DHI), die in diesem Jahr aus gegebenem Anlass (s. u.) in der Bibliothek des Päpstlichen Instituts S. Maria dell’Anima stattfand.

Gegen 18.00 Uhr begann die feierliche Messe zu Ehren der hl. Hildegard in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche der Anima mit dem beeindruckenden Einzug der zelebrierenden Priester. Darunter befanden sich nicht nur nahezu alle Mitglieder des Priesterkollegs der Anima mit ihrem Rektor Dr. Michael Max, sondern auch DDDr. Michael Weninger, Ehrenvorsitzender der St. Hildegard-Akademie, Dr. Thomas Löhr, Weihbischof von Limburg und als Hauptzelebrant Kardinal Prof. Dr. Walter Kasper, der in seiner Festpredigt das prophetische Vermächtnis der hl. Hildegard würdigte (https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2022-10/kardinal-kasper-hildegard-bild-des-lebendigen-gottes.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE). Der ganz besondere Charakter dieser Messe wurde durch die von dem großartigen italienischen Ensemble InUnum (Elena Modena und Ilario Gregoletto) interpretierten, von Hildegard komponierten Lieder geprägt.

Im Anschluss an die Messe fand der vom Freundeskreis organisierte öffentliche Abendvortrag statt, ebenfalls in der Bibliothek des Päpstlichen Instituts S. Maria dell’Anima. Vor über einhundert erschienenen Gästen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Kirche, die von Dr. Michael Max, DDDr. Michael Weninger und Dr. Eberhard J. Nikitsch herzlich begrüßt wurden, referierte Sr. Dr. Maura Zátonyi OSB, die Vorsitzende der St. Hildegard-Akademie, über „Die doppelte Bewunderung: Hildegard von Bingen und die Päpste“. Nach einer komprimierten biographischen Skizze zu Hildegards Leben ging sie in dem eigens für diese Veranstaltung verfassten Festvortrag einerseits auf das Verdienst Papst Benedikts XVI. hinsichtlich der Heiligsprechung Hildegards vor zehn Jahren ein, andererseits illustrierte sie auf der Grundlage der handschriftlichen Überlieferung der Papstbriefe das Verhältnis Hildegards zu den mittelalterlichen Päpsten. Als Grundlage ihrer Ausführungen dienten erste Ergebnisse ihrer Forschungen aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Buch der Briefe der Hildegard von Bingen. Genese – Struktur – Komposition“. Der Vortrag wird demnächst in der Zeitschrift Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige veröffentlicht. Die von Sr. Maura mit großem Engagement vorgetragenen neuen Erkenntnisse zu Hildegard lösten langanhaltenden Beifall aus und die Referentin konnte sich bei dem anschließenden, vom DHI und der Anima ausgerichteten Empfang in der Bibliothek über großes Interesse und zahlreiche Fragen freuen.

Am nächsten Tag fanden sich bei gewohnt strahlendem römischen Spätsommerwetter die Mitglieder des Freundeskreises gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus der St. Hildegard-Akademie zur diesjährigen Exkursion ein, die zur Basilika San Paolo fuori le mura und dem Trappistenkloster Tre Fontane führte (s. u.). Da sich dazu weit über 30 Teilnehmer:innen angemeldet hatten stand diesmal ausnahmsweise ein Reisebus zur Verfügung, der den Transport bedeutend erleichterte. Organsiert und souverän geleitet wurde der Ausflug wie gewohnt von unserem Mitglied Dr. Andrea Hindrichs, die – gerade angesichts der zahlreichen geistlichen Teilnehmer – besonderen Wert auf die sorgfältig recherchierten religionsgeschichtlichen Hintergründe beider Standorte legte. Während die Pauls-Basilika Glanz und Macht der römisch-katholischen Kirche repräsentiert, vermittelt das abseits gelegene schlichte Trappistenkloster Tre Fontane eine ursprüngliche Spiritualität, die die Teilnehmer:innen beim Besuch der von vier Nonnen und sechs Mönchen gehaltenen Vesper spüren konnten.

Die Exkursion fand ihren gebührenden Ausklang beim gemeinsamen Abendessen in der Trattoria Fattoincasa, die zur Freude der Teilnehmer:innen ausschließlich hausgemachte römischen Spezialitäten bereit hielt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir im Jahr 2022 ein außerordentliches Programm an besonderen Orten geboten haben, das der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit des Freundeskreises mit drei Institutionen zu verdanken ist: dem Deutschen Historischen Institut in Rom, dem päpstlichen Institut S. Maria dell’Anima und der St. Hildegard-Akademie Eibingen.

Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2022 in Rom

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

trotz oder gerade wegen der gegenwärtigen schrecklichen Ereignisse sollten wir unser „normales“ Leben nicht vergessen, und dazu gehört neben vielem anderen auch unsere diesjährige Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2022 in Rom. Ich möchte Sie noch einmal darauf aufmerksam machen, da unser Treffen in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Vorzeichen steht.

Zunächst haben wir versucht (aufgrund der nach wie vor schwierigen Situation hinsichtlich der Gebäudesicherheit im Deutschen Historischen Institut in Rom) einem alternativen Tagungsort zu finden, an dem wir unsere Versammlung ohne Auflagen durchführen können. Dabei kam uns der Umstand zugute, dass der schon länger als unsere öffentliche Abendveranstaltung geplante Vortrag von Sr. Dr. Maura Zátonyi „Hildegard von Bingen und die Päpste“ mit dem 10jährigen Jubliäum der Heiligsprechung Hildegards und – auf den Tag genau – mit ihrer Erhebung zur Kirchenlehrerin zusammenfällt. Das war Grund genug, den Tag besonders festlich zu begehen und ihm eine ganz neue Struktur zu geben. Dank des sehr freundlichen Entgegenkommens von Dr. Michael Max, Rektor von S. Maria dell’Anima, der eindrucksvollen Kirche der deutschsprachigen Gemeinde in Rom, werden wir sowohl die Räume der Bibliothek als auch die Kirche selbst für unsere Veranstaltung nutzen können.

Gedacht ist an folgenden Ablauf:

Freitag 7. Oktober

16 Uhr: Mitgliederversammlung

18 Uhr: Festliche Messe zu Ehren der hl. Hildegard, vermutlich mit Kardinal Walter Kasper als Haupt-Zelebrant. Die Messe wird von dem international bekannten Ensemble InUnum begleitet, das – passend zur Liturgie – von Hildegard komponierte Gesänge darbieten wird

19.30 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag von Sr. Dr. Maura Zátonyi OSB mit dem (Arbeits-)Titel: Die doppelte Bewunderung: Hildegard von Bingen und die Päpste. Im Anschluß stellt Sr. Maura ihr neu erschienenes „Großes Hildegard-Lesebuch“ vor

ca. 21 Uhr: Empfang

Samstag 8. Oktober, nachmittags

Besichtigung des stadtauswärts gelegenen heutigen Trappistenklosters Tre Fontane, einer aus vielerlei Gründen grandiosen mittelalterlichen Klosteranlage, die erstaunlicherweise auch eine Verbindung zu Hildegard von Bingen aufweist. Anschließend gemeinsames Abendessen.

Da bis zum Oktober wohl keine Verschlechterung der Corona-Lage zu erwarten ist, würde ich mich sehr freuen, wenn viele von Ihnen den Sprung über die Alpen wagen und an den Veranstaltungen des Freundeskreises teilnehmen würden. Wir planen diese Veranstaltungen (abgesehen von der Mitgliederversammlung) in Kooperation mit der St. Hildegard-Akademie Eibingen, was erfreulicherweise auch dazu geführt hat, dass sowohl die Äbtissin als auch die Subpriorin des Klosters St. Hildegard aus diesem Anlass nach  Rom kommen werden.

Die offizielle Einladung zur Mitgliederversammlung erhalten Sie fristgerecht mindestens vier Wochen vorher. Für Rückfragen stehe ich Ihnen – wie immer – gern zur Verfügung.

In der Hoffnung, dass Sie alle wohlbehalten durch diese schwierigen Zeiten kommen,

grüßt herzlich und in Vorfreude auf unser Wiedersehen in Rom

Ihr

Eberhard J. Nikitsch

NEU: Einladung (Flyer)

Bericht Mitgliederversammlung 2021

Bild

Am Freitag den 8. Oktober um 16.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut in Rom stattfinden konnte.

Aufgrund einer vom Bundesamt für Bauwesen aus Sicherheitsgründen (Erdbebengefahr) kurzfristig verfügten Schließung des großen Vortragsaals des Instituts musste der vom Freundeskreis organisierte, wie immer öffentlich geplante Abendvortrag in den kleinen Vortragsraum der Musikwissenschaftlichen Abteilung verlegt und die Teilnehmer auf die Mitglieder und die Mitarbeiter des DHI beschränkt werden. Erfreulicherweise konnte der Vortrag per „livestream“ verfolgt werden. Gegen 18 Uhr begrüßten Prof. Dr. Martin Baumeister, Direktor des Instituts, und Herr Nikitsch die Mitglieder des Freundeskreises sowie einige weitere Gäste zum Abendvortrag, der von unserem Mitglied Dr. Michael Schulte (Merck KGaA, Darmstadt, Senior Director Forschung Life Science) gehalten wurde.

Sein für diesen Anlass verfasster und exzellent recherchierter medizin- und kulturhistorischer Vortrag behandelte – hochaktuell – die Entdeckung des „Pulvis Jesuiticus“, das als römisches Wundermittel gegen die Malaria-Pandemie des 17. Jahrhunderts erfolgreich eingesetzt wurde und als chininhaltiges Fieberrindenpulver letztlich heute noch zum Einsatz kommt, wenn auch eher als Bestandteil weit verbreiteter geistiger Getränke. Der von beeindruckendem Bildmaterial begleitete Vortrag löste langanhaltenden Beifall aus und der Referent war beim anschließenden Empfang im Foyer des Instituts für zahlreiche Gespräche gefragt.

Am nächsten Tag fanden sich bei strahlendem römischen Spätsommerwetter die Mitglieder des Freundeskreises gemeinsam mit einigen Gästen zur diesjährigen Exkursion ein, die von der Piazza di Porta Maggiore zum Pigneto führte. Organsiert und souverän geleitet wurde der „Spaziergang“ wie gewohnt von unserem Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin), die zunächst auf die beachtlichen antiken Überreste der Piazza di Porta Maggiore einging, die ursprünglich Teil eines Aquäduktes war und dann in die Aurelianische Stadtmauer einbezogen wurde, ebenso wie das imposante Grabmal des römischen Großbäckers Eurysaces.

Anschließend entführte uns Frau Hindrichs mit der Straßenbahn in „ihr“ Viertel Pigneto, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Wohngebiet für süditalienische Zuwanderer gegründet wurde und sich heute allmählich zu einem kulturell wie kulinarisch angesagten Gebiet entwickelt. Eine überregionale Berühmtheit erlangte das Gebiet durch italienische Filmregisseure der Nachkriegszeit, darunter Rossellini, De Sica, Visconti, Germi und vor allem Pier Paolo Pasolini. Frau Hindrichs (die selbst im Pigneto wohnt), führte uns zu einigen der unter Cineasten berühmten Drehorte und schilderte mit großer Empathie die Geschichte der Filme und einzelner Szenen so eindrücklich, dass nicht wenige der Teilnehmer sich diese Filme nach Rückkehr in den Mediatheken (noch einmal) anschauen wollten. Unterbrochen wurde dieser von beeindruckender „Street Art“ begleitete Rundgang durch eine Aperitif-Pause mit kleinen Köstlichkeiten und beschlossen mit einem gemeinsamen Abendessen im „Necci“, das schon Pasolini als bevorzugtes Lokal diente. Als zusätzlicher Überraschung führte uns Frau Hindrichs in die erst kürzlich wieder entdeckte, unterhalb des Restaurants gelegene Tuffstein-Höhle, die den grandiosen Schlusspunkt eines etwas anderen römischen Tages setzte.