Bericht Mitgliederversammlung 2021

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Am Freitag den 8. Oktober um 16.30 Uhr eröffnete der Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut in Rom stattfinden konnte.

Aufgrund einer vom Bundesamt für Bauwesen aus Sicherheitsgründen (Erdbebengefahr) kurzfristig verfügten Schließung des großen Vortragsaals des Instituts musste der vom Freundeskreis organisierte, wie immer öffentlich geplante Abendvortrag in den kleinen Vortragsraum der Musikwissenschaftlichen Abteilung verlegt und die Teilnehmer auf die Mitglieder und die Mitarbeiter des DHI beschränkt werden. Erfreulicherweise konnte der Vortrag per „livestream“ verfolgt werden. Gegen 18 Uhr begrüßten Prof. Dr. Martin Baumeister, Direktor des Instituts, und Herr Nikitsch die Mitglieder des Freundeskreises sowie einige weitere Gäste zum Abendvortrag, der von unserem Mitglied Dr. Michael Schulte (Merck KGaA, Darmstadt, Senior Director Forschung Life Science) gehalten wurde.

Sein für diesen Anlass verfasster und exzellent recherchierter medizin- und kulturhistorischer Vortrag behandelte – hochaktuell – die Entdeckung des „Pulvis Jesuiticus“, das als römisches Wundermittel gegen die Malaria-Pandemie des 17. Jahrhunderts erfolgreich eingesetzt wurde und als chininhaltiges Fieberrindenpulver letztlich heute noch zum Einsatz kommt, wenn auch eher als Bestandteil weit verbreiteter geistiger Getränke. Der von beeindruckendem Bildmaterial begleitete Vortrag löste langanhaltenden Beifall aus und der Referent war beim anschließenden Empfang im Foyer des Instituts für zahlreiche Gespräche gefragt.

Am nächsten Tag fanden sich bei strahlendem römischen Spätsommerwetter die Mitglieder des Freundeskreises gemeinsam mit einigen Gästen zur diesjährigen Exkursion ein, die von der Piazza di Porta Maggiore zum Pigneto führte. Organsiert und souverän geleitet wurde der „Spaziergang“ wie gewohnt von unserem Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin), die zunächst auf die beachtlichen antiken Überreste der Piazza di Porta Maggiore einging, die ursprünglich Teil eines Aquäduktes war und dann in die Aurelianische Stadtmauer einbezogen wurde, ebenso wie das imposante Grabmal des römischen Großbäckers Eurysaces.

Anschließend entführte uns Frau Hindrichs mit der Straßenbahn in „ihr“ Viertel Pigneto, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Wohngebiet für süditalienische Zuwanderer gegründet wurde und sich heute allmählich zu einem kulturell wie kulinarisch angesagten Gebiet entwickelt. Eine überregionale Berühmtheit erlangte das Gebiet durch italienische Filmregisseure der Nachkriegszeit, darunter Rossellini, De Sica, Visconti, Germi und vor allem Pier Paolo Pasolini. Frau Hindrichs (die selbst im Pigneto wohnt), führte uns zu einigen der unter Cineasten berühmten Drehorte und schilderte mit großer Empathie die Geschichte der Filme und einzelner Szenen so eindrücklich, dass nicht wenige der Teilnehmer sich diese Filme nach Rückkehr in den Mediatheken (noch einmal) anschauen wollten. Unterbrochen wurde dieser von beeindruckender „Street Art“ begleitete Rundgang durch eine Aperitif-Pause mit kleinen Köstlichkeiten und beschlossen mit einem gemeinsamen Abendessen im „Necci“, das schon Pasolini als bevorzugtes Lokal diente. Als zusätzlicher Überraschung führte uns Frau Hindrichs in die erst kürzlich wieder entdeckte, unterhalb des Restaurants gelegene Tuffstein-Höhle, die den grandiosen Schlusspunkt eines etwas anderen römischen Tages setzte.

Mitgliederversammlung 2021, Abendvortrag und Exkursion

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie im Namen des Vorstandes fristgerecht und sehr herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein. Die Versammlung findet unter Beachtung der geltenden Corona-Regelungen am Freitag den 8. Oktober 2021 um 16.30 Uhr im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104) statt.

Freitag 8. Oktober

16.30 Uhr: Mitgliederversammlung im DHI

18.00 Uhr: Öffentlicher Abendvortrag: „Pulvis Jesuiticus – Ein römisches Wundermittel gegen die Malaria-Pandemie des 17. Jahrhunderts“

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet unser Verein im Anschluss an die Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag im DHI ein, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Sollten Sie verhindert sein, können Sie den Vortrag auch im „Livestream“ verfolgen; die Zugangsdaten erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung unter info-event@dhi-roma.it.

Dr. Michael Schulte, langjähriges Mitglied des Freundeskreises und im beruflichen Leben Senior Director Forschung Life Science bei Merck in Darmstadt, hat die gegenwärtige Pandemie auch dazu genutzt, sich intensiv mit der im Mittelmeerraum seit der Antike bekannten und gefürchteten Malaria zu beschäftigen, die seit dem Mittelalter immer wieder prominente Todesopfer forderte, so unter Kardinälen, Päpsten und deutschen Kaisern.

Den römischen Ärzten und Apothekern des 17. Jh. war die Notwendigkeit stets bewusst, neben vorbeugenden Maßnahmen gegen diese Krankheit auch eine wirkungsvolle Therapie zu entwickeln. Große Hoffnungen ruhten daher auf der Pflanzenwelt der neuentdeckten Erdteile, die durch die intensive Missions- und Sammlungstätigkeit der Jesuiten in der „Neuen Welt“ erforscht wurde. Die Entdeckung des Fieberrinden-Baumes (Cinchona sp.) und seines Inhaltsstoffes Chinin an den Westhängen der Anden ist eine der wundersamsten, spannendsten und weitreichendsten Entwicklungen dieser Aktivitäten. Der Einsatz des Fieberrinden-Pulvers in Malaria-Therapie wurde in den Jahren 1631 bis 1651 von rational beobachtenden und forschenden Ärzten und Apothekern in Rom entwickelt und führte zur weltweiten Verbreitung des Pulvis Jesuiticus.

Diese Entdeckung und der prophylaktische Einsatz von Chinin gegen die Malaria waren eine wesentliche Voraussetzung für die europäische Kolonisation in Afrika, Amerika und Asien. Aber auch die Entwicklung legendärer Getränke (wie etwa Gin Tonic) geht auf den Einsatz von Chinin als Tonikum zur Malaria-Prophylaxe zurück.

Samstag 9. Oktober

Exkursion: Das Pigneto und Pasolini – Geführter Spaziergang durch einen der einst berüchtigten borgate von Rom

Treffpunkt: 16.00 Uhr Piazza di Porta Maggiore (vor dem gleichnamigen Hotel https://www.shghotelportamaggiore.com/)

Entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ist das Pigneto heute ein Viertel zwischen Chic und Schmutz. Gegründet wurde das quartiere, das bis heute seinen schlechten Ruf nicht ganz losgeworden ist, von süditalienischen Zuwanderern. In Teilen des Pigneto ist der dörfliche Charakter noch gut sichtbar, man erkennt die improvisierte Planung dieses Stadtteils.

Die italienischen Filmemacher entdeckten das Viertel früh – der Erste, der hier drehte, war niemand Geringerer als Roberto Rossellini! Die Schlüsselszene des berühmten neorealistischen Films „Roma città aperta“ (Rom, offene Stadt) wurde hier gedreht (Schlussszene: https://www.youtube.com/watch?v=-5MMIMKhJNs). Nach dieser Initialzündung folgten viele weitere Regisseure, darunter De Sica, Visconti, Germi – und natürlich Pier Paolo Pasolini. Sie alle schätzten diese Gegend, um sie als Hintergrund ihrer Dramen, die das einfache Volk, das Proletariat, zum Thema hatten, zu nutzen. Ideal waren die riesigen Palazzi, die unkultivierten Rasen, die von Bomben beschädigten Häuser, Baracken, aber auch die antiken Überreste von Mausoleen, Gräbern und Aquädukten, die sich hier finden.

Wir begeben uns unter anderem zum Filmset von „Una vita violenta“ (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=KgxAqi0YEpY) des Regisseurs Paolo Heusch, der den Film 1962 nach einem Roman von Pasolini inszenierte. Auch der Film „La domenica della buona gente“ (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-8cCK1Sq6sA) von Anton Giulio Majano wurde 1953 im Viertel gedreht – mit der jungen Sophia Loren in einer ihrer ersten Hauptrollen! Mit „Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß“ (http://www.dailymotion.com/video/xxtv85_accatone_shortfilms) im Jahr 1961 begann Pasolini seine Zeit als Regisseur. Wir besichtigen den zentralen Drehort, die Via Fanfulla da Lodi im Pigneto-Viertel und die berühmte Necci-Bar, Pasolinis Stammlokal.

Wir beginnen diese ganz ungewöhnliche Exkursion mit einer Einführung auf der Piazza di Porta Maggiore, gehen dann – unterbrochen von einer kleinen Aperitif-Pause –zu Fuß Richtung Pigneto und beschließen den Rundgang durch das Viertel mit einem gemeinsamen Abendessen in der erwähnten Necci-Bar (https://www.necci1924.com/).

Die Veranstaltung wird freundlicherweise von unserem in Rom (bzw. im Pigneto) als Historikerin lebenden und arbeitenden Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) organisiert und geleitet (Beitrag € 20.- p. P.). Um die Organisation des Tages zu erleichtern, bitte ich Sie via E-Mail um eine verbindliche Anmeldung zur Exkursion und zum Abendessen bis spätestens 9. September; bitte auch (nochmals) von denjenigen, die sich bei mir bereits mündlich bzw. schriftlich angemeldet haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr           

Dr. Eberhard J. Nikitsch, Vorsitzender

Neuer Termin 8. Oktober 2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

am Freitag den 9. Oktober 2020 hätte in Rom unsere diesjährige Mitgliederversammlung stattfinden sollen, verbunden mit einer schönen (in diesem Jahr ganz besonderen weil musikalischen) Abendveranstaltung und einer außergewöhnlichen Exkursion am darauffolgenden Tag. Wie Sie wissen haben wir dies alles, auch unsere schon gewohnten gemeinsamen abendlichen Essen, aus gegebenem Anlass ausfallen lassen müssen bzw. haben alles aufs nächste Jahr verschoben.

Bitte merken Sie sich vor: Unter der Voraussetzung, dass sich die momentane Lage bis dahin wieder einigermassen normalisiert hat, findet unsere nächste Mitgliederversammlung (bei der auch turnusgemäß Vorstandswahlen anstehen) am Freitag den 8. Oktober 2021 in Rom statt. Ort und Zeit gebe ich Ihnen natürlich noch rechtzeitig bekannt und würde mich wie immer sehr freuen, wenn viele von Ihnen wieder den Weg über die Alpen finden würden.

Von Herrn Prof. Dr. Baumeister, mit dem ich mich am 12. Oktober in Rom zu einem ausführlichen Gepräch getroffen habe, darf ich Sie alle herzlich grüßen und Ihnen ausrichten, dass das Institut unverzagt weiter arbeitet, wenn auch unter sehr eingeschränkten Bedingungen. Allerdings mussten alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben werden; aber auch er hat die Hoffnung, dass sich die Lage bis zum Sommer nächsten Jahres wieder entspannt hat.

Mit einigen aktuellen Impressionen aus Rom und besonders herzlichen Grüßen

Ihr/Euer

Eberhard J. Nikitsch

Bericht Mitgliederversammlung 2019

Am Freitag den 4. Oktober um 16.30 Uhr eröffnete der erste Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut in Rom stattfand. Gegen 18 Uhr begrüßte er zusammen mit Prof. Dr. Martin Baumeister, dem Direktor des Instituts, weitere Mitglieder des Freundeskreises sowie die zahlreichen Gäste, die zum öffentlichen, vom Freundeskreis organisierten Abendvortrag erschienen waren. Prof. Dr. Ernst Osterkamp (Humboldt-Universität zu Berlin) und derzeitiger Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, widmete sich in seinem engagiert vorgetragenen und von den Anwesenden begeistert aufgenommenen Vortrag „Felix Dahn oder Der Professor als Held“ bislang wenig gewürdigten Aspekten im Leben des Rechtshistorikers und Schriftstellers Felix Dahn (1834–1912), der mit seinem 1876 erschienenen Buch „Kampf um Rom“ (1876) den bis heute erfolgreichsten Longseller in der Geschichte des deutschen Romans verfasst hat. Sowohl beim anschließenden Empfang im Foyer des Instituts als auch beim gemeinsamen Abendessen mit den Mitgliedern des Freundeskreises boten sich viele Möglichkeiten, mit Herrn Osterkamp persönlich weiter ins Gespräch zu kommen.

Der nächste Tag führte eine stattliche Zahl von 16 Mitgliedern und Gästen bei herrlichstem römischem Spätsommerwetter zunächst über die Via Appia Antica zu unserem Treffpunkt, der gut bekannten Katakombe San Sebastiano. Dort startete unser Mitglied Dr. Andrea Hindrichs (https://www.rom-entdecken.com/de/ihre-stadtfuehrerin) die Führung und geleitete die Mitglieder zur benachbarten, aber versteckt gelegenen jüdischen Katakombe Vigna Randanini. Die im Jahr 1859 zufällig entdeckte, mit zahlreichen gut erhaltenen vorchristlichen Wandmalereien ausgestattete Katakombe befindet sich in Privatbesitz und kann nur nach vorheriger Absprache besichtigt werden. Die von Frau Hindrichs sehr lebendig und mit großer Sachkenntnis vorgetragenen Schilderungen ließen die damaligen Zeiten eindrucksvoll wieder auferstehen und den Teilnehmern nicht nur einmal einen kleinen Schauer über den Rücken laufen. Die abschließende Würdigung des antiken, mittelalterlichen und heutigen jüdischen Lebens in Rom gab Frau Hindrichs durch einen speziellen Rundgang durch das ehemalige jüdische Ghetto, der mit einem gemeinsamen Essen unter freien Himmel im jüdisch/arabischen Restaurant Nonna Betta seinen noch lange nachwirkenden Abschluss fand.

Ankündigung: Mitgliederversammlung 2019

Unsere Mitgliederversammlung in diesem Jahr findet am Freitag den 4. Oktober 2019 statt, wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut in Rom; diesmal wieder um 16.30 Uhr. Eine gesonderte Einladung mit allen Einzelheiten erhalten unsere Mitglieder fristgrecht ca. vier Wochen vorher.

Wie bereits angekündigt, wird Herr Prof. ErPic_Flyernst Osterkamp (Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung) um 18 Uhr den öffentlichen Abendvortrag halten. Der Titel seines Vortrags lautet: „Felix Dahn oder Der Professor als Held“. Herr Osterkamp schreibt dazu:  Felix Dahn (1834-1912), mit „Ein Kampf um Rom“ (1876) der Autor des erfolgreichsten Longsellers in der Geschichte des deutschen Romans, dürfte der einzige gewesen sein, der sein riesenhaftes Gesamtwerk von rund 30.000 Druckseiten Umfang überblickt hat. Denn dem gewaltigen belletristischen Werk Dahns, der zu den bekanntesten Rechtshistorikern, Rechtsphilosophen und Juristen seiner Zeit zählte, steht ein nicht minder umfangreiches wissenschaftliches Werk gegenüber, das im Sinne der methodischen Ansprüche des Historismus strikt quellenbezogen erarbeitet worden ist. Ziel des Vortrags ist es, Dahn, der künstlerisch-kulturell, politisch und wissenschaftlich hervorragend vernetzt war, als eine für die Geschichte des deutschen Bürgertums im 19. Jh. repräsentative Gestalt begreifbar zu machen, in der sich dessen politische und kulturelle Entwicklung exemplarisch spiegelt: in der Theatralisierung von Geschichte, in der Idolatrie des Heroismus, in den seelischen Verschattungen seiner Helden.

Unsere Exkursion findet am Samstag, den 5. Oktober am Nachmittag statt und wird in diesem Jahr freundlicherweise von unserem Mitglied Dr. Andrea Hindrichs organisiert. Sie wird uns als in Rom lebende und arbeitende Historikerin eine spannende Führung durch das jüdische Rom bieten mit dem Höhepunkt der exklusiven Besichtigung einer jüdischen Katakombe des 1. vorchristlichen Jahrhunderts (Eintritt ca. 15-20 €). Die Exkursion wird mit einem gemeinsamen Abendessen in einem jüdischen Restaurant im ehem. Ghetto ausklingen.

Mitgliederversammlung 2018

Am Freitag den 5. Oktober gegen 16.30 Uhr eröffnete der erste Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch die jährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut stattfand. Gegen 18 Uhr begrüßte er zusammen mit Prof. Dr. Martin Baumeister, dem Direktor des Instituts, die inzwischen über 25 anwesenden Mitglieder des Freundeskreises sowie die zahlreichen Gäste, die zum öffentlichen, vom Freundeskreis organisierten Abendvortrag erschienen waren. Prof. Dr. Wolfgang Haubrichs (Universität des Saarlandes) sprach über „Zwischen Alpen und Apeninnen – Langobardische Sprache und Kultur in Italien und ihr Erbe in Geschichte und Gegenwart“. Seine engagiert und mit rhetorischer Brillanz vorgetragenen spannenden Ausführungen erhielten langen Beifall und führten im Anschluss zu anregenden Diskussionsbeiträgen. Dass sich der Referent sowohl beim anschließenden Empfang im Foyer des DHI als auch beim gemeinsamen Abendessen mit Mitgliedern des Freundeskreises weiter austauschen konnte, wurde von allen Beteiligten als besonders erfreulich empfunden.

Weniger erfreulich war der düstere Himmel, der am nächsten Morgen die Teilnehmer an der Exkursion am Bahnhof Termini mit einigen Regenschauern begrüßte, die allerdings im Lauf der eindrucksvollen Zugfahrt nach Frascati nachließen und später sogar blauem Himmel und einigen Sonnenstrahlen Platz machten. In Frascati nahmen uns Dott.ssa Monika Kruse mit ihrem Mann Silvano und Tochter Livia in Empfang, die freundlicherweise den Besuch der Villa Falconieri, in der sich heute die Academia Vivarium novum (https://vivariumnovum.net/en/villa-falconieri) befindet, organisiert hatten. Nach einer knappen halben Stunde Fußmarsch erreichten wir die auf römischen Fundamenten errichtete Villa und wurden von dem Direktor der Akademie freundlich begrüßt. Die mit detailreichen Erläuterungen versehene Führung durch die gut restaurierten, mit prächtigen Wandmalereien des 16., 17. und 18. Jahrhunderts geschmückten Räume übernahm einer der Studenten der Akademie. Bereichert durch ergänzende Anmerkungen von Monika Kruse zur Geschichte der Stadt und der Villa führte uns der Rückweg nach Frascati, wo die Exkursion in der Cantina Simonetti (http://www.cantinasimonetti.it) mit einem exzellentem regionaltypischem Vesper und einer Auswahl erstaunlich guter Weiß- und Rotweine ihr gemütliches Ende fand.

 

 

Mitgliederversammlung 2018, Abendvortrag und Exkursion

Heute schon mal ein Ausblick auf das offizielle Programm unserer Mitgliederversammlung 2018 in Rom:

  • Freitag: 5. Oktober, 16.30 Uhr: MiFlyer Vortrag 2018tgliederversammlung im DHI in Rom.
  • Freitag, 5. Oktober, 18.00 Uhr: Wie bereits angekündigt, lädt der Verein der Freunde des DHI in Rom e.V. zum öffentlichen Abendvortrag von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Haubrichs (Universität des Saarlandes) ein. Der Titel des Vortrags lautet: „Zwischen Alpen und Appenninen – Langobardische Sprache und Kultur in Italien und ihr Erbe in Geschichte und Gegenwart“. Prof. Haubrichs ist einer unserer besten und wortgewaltigsten Sprachwissenschaftler des Mittelalters. Wo? Ebenfalls im DHI in Rom.
  • Samstag, 6. Oktober. Die Exkursion führt uns mit der Eisenbahn  nach Frascati zur Villa Falconieri, die vor dem Ersten Weltkrieg nicht nur als zeitweiliger Sommersitz der Direktoren des Historischen Instituts diente, sondern zuvor auch Wohnsitz des Schriftstellers Richard Voß war, der die Villa in einem 1928 verfilmten  Roman verewigte:“ Villa Falconieri. Die Geschichte einer Leidenschaft“. Dass wir Frascati nicht ohne eingehende Verkostung des 2018_Ausflug_VillaFalconierigleichnamigen (heute zu Unrecht geschmähten?) Weines verlassen werden, versteht sich von selbst…

Die offizielle Einladung mit der Tagesordnung der Mitgliederversammlung geht allen Mitgliedern wie gewohnt ca. vier Wochen vor dem Termin zu.

Datenschutz / DSGVO

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

Datenschutz und Transparenz ist uns wichtig. Ab dem 25. Mai 2018 gilt EU-weit die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Was bedeutet das für Sie als Mitglied? Zunächst können wir Ihnen versichern, dass wir Ihre Daten selbstverständlich weiterhin mit höchster Sorgfalt und Verantwortung behandeln. Wir nehmen die Einführung der DSGVO zum Anlass, Sie in einer neuen Rubrik Datenschutz auf unserer Website im Detail zu informieren.

Frohe Weihnachten

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder,

der Vorstand wünscht Ihnen und Ihren Familien herzlichst entspannte Weihnachtsfeiertage sowie ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2018.

Wir sehen uns hoffentlich spätestens zur Mitgliederversammlung am Freitag, den 5. Oktober 2018, in Rom in reichlicher Zahl wieder. im Oktober in Rom in reicher Zahl hoffentlich wiedersehen werden. Als Exkursionsziel ist diesmal an Frascati und die Villa Falconieri gedacht, dem zeitweiligen Sommersitz der Direktoren des Instituts. Den öffentlichen Abendvortrag wird Prof. Dr. Wolfgang Haubrichs (Universität Saarbrücken) halten, einer unserer besten und wortgewaltigsten Sprachwissenschaftler des Mittelalters. Der Arbeitstitel des Vortrags lautet: „Zwischen Alpen und Appeninnen Langobardische Sprache und Kultur in Italien und ihr Erbe in Geschichte und Gegenwart“.

Bericht Mitgliederversammlung 2017

Bei herrlichem Wetter trafen sich am Morgen des 6. Oktober gut 20 Mitglieder des Freundeskreises an der Piazza SS. Apostoli zur privat geführten Besichtigung des unter Oddo di Colonna (ab 1431 als Papst Martin V.) begonnen Palazzo Colonna, der bis heute von der Familie bewohnt wird. Die Führung übernahm freundlicherweise Dr. Andreas Rehberg (DHI Rom), der mit der Familie Colonna gut bekannt ist und durch seine zahlreichen Arbeiten zu römischen Adelsfamilien als einer der besten Kenner dieser Materie gilt. Die eingehende Besichtigung der elf prächtig ausgestatteten Säle der bis in die jüngste Vergangenheit meist im Sommer genutzten „Appartamenti della principessa Isabelle“ verband Dr. Rehberg mit ausführlichen Erläuterungen zu deren prächtiger Ausstattung und mit kleinen spannenden Geschichte zu bemerkenswerten Ereignissen im Leben der für Rom so bedeutenden Adelsfamilie. Den Höhepunkt des Rundgangs bildete die Galleria Colonna, der von Bernini in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaute zentrale Gebäudeteil des Palazzo, der zu einem der großartigsten Innenräume Roms zählt und im Lauf der Zeit mit zahlreichen bedeutenden Gemälden und Fresken ausgestattet wurde.

Nach einer längeren Mittagspause eröffnete der erste Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch kurz nach 16 Uhr die gut besuchte Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut stattfand. Am Abend begrüßte der Direktor des Instituts Prof. Dr. Martin Baumeister die Mitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste zum öffentlichen, vom Freundeskreis organisierten Abendvortrag im DHI, der in diesem Jahr von Prof. Dr. Sible de Blaauw (Radboud-Universiteit Nijmwegen) gehalten wurde. Seine lebhaft und außerordentlich spannend vorgetragenen, mit neuen Forschungsergebnissen versehenen Ausführungen über „Johannes vor der Lateinischen Pforte – Eine römische Kirche und der Apostelkult zwischen Byzanz und Rom“ fanden großen Anklang und führten zu interessanten Diskussionen im Plenum, die dann sowohl beim anschließenden Empfang im Foyer als auch beim gemeinsamen Abendessen mit dem Referenten fortgeführt werden konnten.