Im Anschluss an die nicht-öffentliche Vorstandssitzung trafen sich weit über 20 Mitglieder des Freundeskreises (die zudem einige sehr interessierte Freunde mitgebracht hatten) um 16 Uhr vor St. Johannis, dem „Alten“ Mainzer Dom. Das von unserem Mitglied Prof. Dr. Christof Dipper (der leider aus persönlichen Gründen kurzfristig seine Teilnahme absagen musste) angeregte Treffen sollte auch dazu dienen, den Mitgliedern, die aus unterschiedlichen Gründen keine Romfahrt unternehmen können, eine Teilhabe am Vereinsgeschehen und an den sich daraus ergebenden Kontakten zu ermöglichen. Der Vorsitzende konnte mit Martin Plum und Wolfgang Weber zwei neue Mitglieder begrüßen und mit Matthias Giger ein aus der Schweiz angereistes Mitglied.
Dr. Guido Faccani, der seit 2016 die wissenschaftliche Leitung der seit 2013 laufenden archäologischen Ausgrabungen in St. Johannis inne hat, gab den Teilnehmern zunächst außen vor der Kirche einen ersten Einblick in die wechselvolle Geschichte dieses so unscheinbar wirkenden Bauwerks, dessen Ursprünge tatsächlich bis in die Römerzeit hinab reichen. Im Inneren der Kirche führte Dr. Faccani an gesicherten Befunden die komplizierte Abfolge der unterschiedlichen mittelalterlichen Bauschichten vor Augen, die die heutige Evangelische Kirche St. Johannis als die erste und älteste Bischofskirche von Mainz mit dem Patrozinium St. Martin ausweisen, und damit als Vorgängerbau des heutigen Mainzer Doms. Seine mit großem Engagement vorgetragenen, mit zahlreichen persönlichen Erlebnissen versehenen Schilderungen gaben den Teilnehmern einen guten Eindruck von den nicht immer konfliktfrei verlaufenden archäologischen Arbeiten. Ein besonderer Höhepunkt der Grabungsarbeiten war natürlich die medienwirksame Öffnung des bis dahin unversehrt gebliebenen Sarkophags des Mainzer Erzbischofs Erkanbald im Juni 2019, die damals europaweit für große Aufmerksamkeit sorgte.
Dieser spektakuläre Ausflug in die Mainzer Vergangenheit fand seinen würdigen Abschluss in einem direkt am Rhein gelegenen Biergarten, der auf angenehmste Weise die von den Mitgliedern gern ergriffene Möglichkeit zum näheren Kennenlernen und zu weiteren Gesprächen bot.












