Bericht Mitgliederversammlung 2017

Bei herrlichem Wetter trafen sich am Morgen des 6. Oktober gut 20 Mitglieder des Freundeskreises an der Piazza SS. Apostoli zur privat geführten Besichtigung des unter Oddo di Colonna (ab 1431 als Papst Martin V.) begonnen Palazzo Colonna, der bis heute von der Familie bewohnt wird. Die Führung übernahm freundlicherweise Dr. Andreas Rehberg (DHI Rom), der mit der Familie Colonna gut bekannt ist und durch seine zahlreichen Arbeiten zu römischen Adelsfamilien als einer der besten Kenner dieser Materie gilt. Die eingehende Besichtigung der elf prächtig ausgestatteten Säle der bis in die jüngste Vergangenheit meist im Sommer genutzten „Appartamenti della principessa Isabelle“ verband Dr. Rehberg mit ausführlichen Erläuterungen zu deren prächtiger Ausstattung und mit kleinen spannenden Geschichte zu bemerkenswerten Ereignissen im Leben der für Rom so bedeutenden Adelsfamilie. Den Höhepunkt des Rundgangs bildete die Galleria Colonna, der von Bernini in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaute zentrale Gebäudeteil des Palazzo, der zu einem der großartigsten Innenräume Roms zählt und im Lauf der Zeit mit zahlreichen bedeutenden Gemälden und Fresken ausgestattet wurde.

Nach einer längeren Mittagspause eröffnete der erste Vorsitzende Dr. Eberhard J. Nikitsch kurz nach 16 Uhr die gut besuchte Mitgliederversammlung des Freundeskreises, die wie gewohnt im Deutschen Historischen Institut stattfand. Am Abend begrüßte der Direktor des Instituts Prof. Dr. Martin Baumeister die Mitglieder und die zahlreich erschienenen Gäste zum öffentlichen, vom Freundeskreis organisierten Abendvortrag im DHI, der in diesem Jahr von Prof. Dr. Sible de Blaauw (Radboud-Universiteit Nijmwegen) gehalten wurde. Seine lebhaft und außerordentlich spannend vorgetragenen, mit neuen Forschungsergebnissen versehenen Ausführungen über „Johannes vor der Lateinischen Pforte – Eine römische Kirche und der Apostelkult zwischen Byzanz und Rom“ fanden großen Anklang und führten zu interessanten Diskussionen im Plenum, die dann sowohl beim anschließenden Empfang im Foyer als auch beim gemeinsamen Abendessen mit dem Referenten fortgeführt werden konnten.

 

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