Mitgliederversammlung und Exkursion 2026

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lade ich Sie – auch im Namen des Vorstandes – fristgerecht und wie immer sehr
herzlich nach Rom zur diesjährigen Mitgliederversammlung unseres Vereins ein. Wie bereits per E-Mail vom 28. Juni angekündigt, findet die Versammlung in diesem Jahr am Freitag den 09. Oktober 2026 um 16:30 Uhr an gewohnter Stelle statt, im Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom (Via Aurelia Antica, 391, Raum 104).

Freitag 09. Oktober
16:30 Uhr: Mitgliederversammlung im DHI

In Zusammenarbeit mit dem DHI bietet der Freundeskreis im Anschluss an die
Mitgliederversammlung traditionell einen öffentlichen Abendvortrag mit anschließendem
Empfang an, wozu Sie herzlich eingeladen sind.

Flyer Abendvortrag

18:00 Uhr:
Öffentlicher Abendvortrag von Clemens M. M. Bayer, Bonn/Lüttich:

„Rom in Aachen“ – Zu den vielfältigen Zeugnissen der karolingischen Rom-Rezeption im Zentrum des fränkischen Reichs (Flyer anbei) Aachen wurde als römische Planstadt um 10 v. Chr. bei schon zuvor bekannten Thermalquellen gegründet. Auf diese Quellen und auf die zu ihrer Nutzung erbauten Bäder bezieht sich das Toponym „Aquae (Grani)“, aus dem sich „Aachen“ entwickelt hat. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts erhielt der Ortskern eine starke Befestigung, das „Castrum“. Bis heute bestimmt das römische Straßennetz die Struktur der Innenstadt, aufgehendes Mauerwerk des Castrums, der Badeanlagen und teilweise sogar der römischen Wohnbebauung wurde bis ins 12. Jahrhundert (!) genutzt. In diesem römisch bestimmten architektonisch-urbanen Rahmen errichteten Karl der Große (✝814) und seine Nachfolger neue anspruchsvolle Großbauten wie vor allem die Marienkirche (die angebliche „Pfalzkapelle“) und den großen Königssaal. Für mehr als ein halbes Jahrhundert war Aachen dann das wichtigste politische Zentrum des westlichen Europas, Hauptschauplatz der „Karolingischen Erneuerung“, die eine weitgehende Umgestaltung der kulturellen, intellektuellen und administrativen Gegebenheiten mit sich brachte. Die Ottonen wandten sich im 10. und 11. Jahrhundert erneut der römisch-karolingischen Hinterlassenschaft in Aachen zu; Otto III. (✝1002) ließ durch Papst Gregor V. im Jahr 997 an der Marienkirche 14 Kardinalate einrichten (die bis zum Ende des Ancien Régime Bestand hatten). Der Vortrag stellt mit besonderer Rücksicht auf die verschiedenartigen römischen Aspekte die Geschichte Aachens bis ins 11. Jahrhundert dar und präsentiert die wichtigsten Artefakte, die als römische Spolien nach Aachen kamen oder dort nach römischen Vorbildern geschaffen wurden.


Sollten Sie an dem Vortrag in Präsenz teilnehmen können bzw. ihn im „Livestream“ verfolgen wollen, möchte ich Sie höflich bitten, sich in beiden Fällen hier
anzumelden:
https://event.dhi-roma.it/participant/create/b8e3c195-fadc-4f33-a219-1d20e441fb55.

Samstag 10. Oktober
Exkursion: Das Hospital Santo Spirito in Sassia, Treffpunkt: 15:00 Uhr, Bushaltestelle
Tiberseite (Lungotevere in Sassia, 1)

Ziel der Exkursion ist das in unmittelbarer Nähe des Vatikans gelegene Hospital Santo Spirito in Sassia, eines der ältesten Hospize in Rom. Es war eines der größten mittelalterlichen Krankenhäuser und eine bedeutende Forschungseinrichtung für die medizinischen Wissenschaften und die Pharmazie der frühen Neuzeit. Das Hospital gilt als eines der ältesten Krankenhäuser Europas und wurde zur Unterstützung der Armen, Kranken und ausgesetzten Säuglinge errichtet, wie das „Rad der Ausgesetzten“ noch heute vor dem Gebäude bezeugt. Der monumentale Komplex, der im Laufe der Jahrhunderte restauriert und erweitert wurde, besteht aus der gleichnamigen Kirche „Santo Spirito in Sassia“ mit einem Campanile aus der frühen Renaissance, dem „Conservatorio delle Zitelle“, dem „Palazzo del Commendatore“, der „Corsia Sistiana“, einem unter Papst Sixtus IV. errichteten Krankenhaussaal, der „Sala Alessandrina“, in der heute das „Museo Storico dell’Arte Sanitaria“ untergebracht ist, sowie aus mehreren Kreuzgängen, Brunnen und kleineren Nebengebäuden. Neben dem uns offiziell beigegebenen Führer wird uns (wie gewohnt) unser Mitglied Frau Dr. Andrea Hindrichs als lizenzierte römische guida fachkundig begleiten, unterstützt von Dr. Andreas Rehberg vom DHI, dem zweifellos besten Kenner der Geschichte des Hospitals.
Da wir für die Besichtigung der verschiedenen historischen Bereiche des Hospitals im Voraus unter Angabe der Anzahl und der Namen der Teilnehmer einen „time-slot“ buchen (und bezahlen) müssen, möchte ich diejenigen, die im Oktober zur Mitgliederversammlung nach Rom kommen und an der Exkursion teilnehmen wollen, noch einmal herzlich bitten, mir dies möglichst bald mitzuteilen (sofern dies noch nicht geschehen ist).

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Dr. Eberhard Nikitsch

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